Stromwandler - präzise Messung, diverse Ansätze
Unsere Stromwandler ermöglichen die präzise, sichere Messung und Überwachung von Strömen in Niederspannungsanlagen – von der Aufsteck- bis zur Kabelumbau-Ausführung, für Mess- und Schutzzwecke.
Weitere Informationen
Niederspannungsstromwandler für präzise Messung und Schutz
Unsere Stromwandler decken Primär-Nennströme von 1 bis 8000 A und Sekundär-Nennströme von 1 oder 5 A ab. Sie eignen sich für vielfältige Einsatzbereiche in der Energieverteilung, für Mess- und Schutzzwecke. Dank präziser Fertigung und hoher Genauigkeitsklassen sind sie ideal für industrielle Anwendungen und Energieversorger.
Technische Merkmale im Überblick
- Messung von Netzströmen im Niederspannungsbereich
- Primär-Nennstrom: 1 bis 8000 A
- Sekundär-Nennstrom: 1 A oder 5 A
- Genauigkeitsklassen: 0.2s, 0.2, 0.5s, 0.5, 1, 3
- Ausführungen für Messung oder Schutz erhältlich
- Berührungsschutz im Lieferumfang enthalten (Sekundärseite)
- Montage auf 35 mm DIN-Hutschiene (DIN 50022) möglich
- Optional: für Verrechnung zugelassene Stromwandler
- Vielfältiges Zubehör erhältlich
Sicherheitshinweis
Beim Betrieb mit offenem Sekundärkreis können gefährliche Spannungen entstehen. Besonders bei Schutzwandlern sind Spannungen von mehreren Kilovolt möglich. Der Betrieb mit offenem Sekundärkreis ist deshalb streng untersagt.
Definitionen und wichtige Begriffe
- Nennübersetzung: Verhältnis von Primär- zu Sekundärnennstrom (z. B. 200/5)
- Genormte Primärnennströme: 5 A bis 5000 A (dekadisch gestaffelt)
- Sekundärnennströme: 1 A oder 5 A
- Nennfrequenz: Standard: 50–60 Hz (andere Frequenzen auf Anfrage)
- Reihenspannung: Isolationsbemessung nach Norm (z. B. 1 kV)
- Nennbürde und -leistung: Maßgeblich für die Fehlergrenzen (1–45 VA)
- Genauigkeitsklassen: 0.1 bis 3 – von Präzision bis grobe Messung
- Thermische Nennbelastbarkeit: Ith = 60 × In
Ausführungen und Standards
Unsere Stromwandler werden nach folgenden Normen gefertigt: IEC 185, VDE 0414, DIN 42600. Das Gehäuse besteht aus bruchfestem, schwer entflammbarem Kunststoff (Makrolon, schwarz). Sekundärklemmen sind vernickelt und mit Kombischrauben ausgestattet. Ultraschallverschweißte Bauform für maximale Sicherheit.
Anwendung
Stromwandler transformieren Netzströme auf genormte Sekundärwerte für die sichere und genaue Messung. Sie bieten gleichzeitig Schutz vor Überströmen und trennen den Messkreis galvanisch vom Netz.
Besondere Vorteile unserer Stromwandler
- Robuste und langlebige Bauweise
- Hohe Messgenauigkeit
- Große Anschlussklemmen für einfache Installation
- Berührungsschutz nach VBG 4
- Wandlerbefestigung inklusive
- Viele Modelle und Bauformen verfügbar
- Verrechnungsfähige Wandler auf Anfrage
Normen und Empfehlungen
- IEC 185 (1975)
- VDE 0414, Teil 1–3
- DIN 42600
- VDE 1000
- Isolationsklasse: E
Sonderausführungen
Individuelle Lösungen sind auf Anfrage erhältlich. Sollten Sie ein spezielles Modell nicht finden, sprechen Sie uns bitte an. Auch zur Verrechnung zugelassene Sonder-Stromwandler sind lieferbar.
Häufig gestellte Fragen
Das hängt vor allem von drei Faktoren ab: dem zu messenden Primärstrom, der vorhandenen Leiterform (Schiene, Rundleiter oder bestehendes Kabel) und dem Verwendungszweck (Messung oder Schutz). Für eine schnelle Vorauswahl beschreiben Sie uns Ihre Anlage über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an – wir empfehlen Ihnen den passenden Typ.
Die Bauform richtet sich nach der vorhandenen Leiterform: Aufsteckstromwandler (ASK) eignen sich für Kupferschienen und Rundleiter, Wickelstromwandler (WSK) für Leiter, die durch das Wandlerfenster geführt werden, und Kabelumbau-Stromwandler (KBR/KBU) für nachträglichen Einbau um ein bestehendes Kabel. Zusätzlich müssen Übersetzungsverhältnis, Bürde (Nennleistung) und Genauigkeitsklasse zur Anwendung passen.
Die Genauigkeitsklasse (z. B. 0,2s, 0,5 oder 1) gibt an, wie stark die gemessene Sekundärgröße im Nennbetrieb vom tatsächlichen Wert abweichen darf. Niedrigere Werte bedeuten höhere Präzision. Für Verrechnungsmessungen sind in der Regel feinere Klassen vorgeschrieben als für reine Überwachungs- oder Schutzanwendungen.
Ja, Stromwandler werden häufig zur Eigenverbrauchsmessung und Überwachung in PV-Anlagen eingesetzt, etwa in Verbindung mit Energiezählern oder Monitoring-Systemen. Welcher Wandler zum jeweiligen Wechselrichter und Zählersystem passt, hängt vom Primärstrom und den Anschlussanforderungen ab – sprechen Sie uns bei Fragen gerne an.
Messstromwandler sind auf präzise Messung im Nennstrombereich ausgelegt und gehen bei sehr hohen Strömen bewusst in Sättigung, um angeschlossene Messgeräte vor Überlastung zu schützen. Schutzstromwandler sind dagegen so ausgelegt, dass sie auch bei hohen Kurzschlussströmen noch möglichst linear arbeiten, damit angeschlossene Schutzrelais korrekt und rechtzeitig auslösen.
Stromwandler richtig montieren
- Stellen Sie vor der Montage sicher, dass die Anlage spannungsfrei geschaltet ist, sofern die Montageanleitung des jeweiligen Produkts dies vorschreibt.
- Wählen Sie den Wandler passend zur Leiterform (Schiene, Rundleiter oder Kabel) und zum benötigten Übersetzungsverhältnis aus.
- Montieren Sie den Stromwandler entsprechend der vorgesehenen Befestigung (Fuß- oder Schienenbefestigung) und achten Sie auf festen Sitz.
- Schließen Sie den Sekundärkreis an ein geeignetes Messgerät oder Schutzrelais an – der Sekundärkreis darf im Betrieb niemals offen bleiben.
- Setzen Sie vor dem Trennen von Messgeräten im Sekundärkreis stets zuerst eine Kurzschlussbrücke, um den Sekundärkreis nicht offen zu betreiben.
- Bringen Sie, falls vorhanden, die Isolierschutzkappe und Sekundär-Verschlusskappen für den berührungssicheren Betrieb an.